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Letzte Aktualisierung: Samstag 30.05.2020, 09:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag 09.05.2020
Veröffentlicht: Freitag 01.05.2020


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Die erste Meldung des Coronavirus bei der WHO ereignete sich am 31. Dezember 2019



Die Nato befürchtet eine zweite Corona-Welle Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Impfstoff - Milliarden für die Forschung Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Neue Erkenntnisse stellen alles auf den Kopf Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Chaos um Corona Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Corona im menschlichen Sperma Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Nach dem Virus die Inflation? Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Coronavirus nie mehr zu eliminieren Icon zur Kennzeichnung von externen Links

SARS-CoV-2 breitet sich auf Nerz-Farmen aus Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Die größte Last der Krise werden junge Menschen tragen Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Obduktionen zeigen schwere Schäden Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Die Coronavirus-Entdeckerin Icon zur Kennzeichnung von externen Links



01.05.2020
Die Nato befürchtet eine zweite Corona-Welle (im Herbst) in diesem Jahr.
Von Nato-Diplomaten heißt es, das Bündnis müsse sich wappnen. Die Nato hat erwogen, einen umfassenden Pandemieplan zu erarbeiten. Laut Nato-Diplomaten soll es beispielsweise um den Aufbau von Feldlazaretten für Covid-19-Kranke gehen.

02.05.2020
Für Entwicklung von Corona-Impfstoff
fehlen geschätzt 8 Milliarden Euro,

sagte die Kanzlerin am 02.05.2020 (Samstag) in ihrer wöchentlichen Videoansprache (Podcast).

Bundeskanzlerin - Podcast   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

03.05.2020
Alle Bundesländer haben eine Maskenpflicht eingeführt.
Die Nachfrage nach Masken ist groß.

Maskenpflicht gilt für den ÖPNV und auch in Geschäften. Ein Verstoß gilt generell als Ordnungswidrigkeit und kann demzufolge mit einem Bußgeld belegt werden.

Der Schutz vor Mund und Nase ist vor allem ein Fremdschutz. Das bedeutet, es werden mit dieser Maßnahme vor allem andere vor einer Ansteckung geschützt und nicht der Maskenträger. Wer eine Maske trägt, muss die bestehenden Kontaktverbote und Abstandsregeln einhalten.

Aldi Süd begann am 29. April 2020 in ersten Filialen mit dem Verkauf von 10er-Sets für 6,99 Euro (70 Eurocent / St.).

Der Konkurrent Lidl verkauft seit 30. April 2020 in allen rund 3 200 Filialen Einwegmasken in 50er-Packs für 33 Euro (66 Eurocent / St.).

05.05.2020
Impfstoff-Geber: Milliarden für die Forschung
Im Kampf gegen das Coronavirus will die EU-Kommission ab heute von Geldgebern aus aller Welt mindestens 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung für Impfstoffe, Arzneien und Tests sammeln.

Bundeskanzlerin Merkel hat bereits einen "deutlichen finanziellen Beitrag" aus Deutschland zu gesagt. Dabei soll es um einen dreistelligen Millionenbetrag gehen. Und: "Deutschland wird sich tatkräftig einbringen."

Beteiligt sind nicht nur die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation WHO, sondern auch private Partner wie die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die Koalition für Innovationen zur Vorsorge gegen Epidemien Cepi und die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierungen Gavi.

Frankreich gibt 500 Millionen Euro sagte Staatschef Emmanuel Macron. Frankreich bringe zusätzlich im Rahmen einer weiteren Initiative 1,2 Milliarden Euro auf, unter anderem für die Entwicklungs-Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern.

Großbritannien stellt für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus 388 Millionen Pfund (etwa 442 Millionen Euro) zur Verfügung. Das kündigte Premierminister Boris Johnson an.

Die EU-Kommission werde eine Milliarde Euro für den Kampf gegen das Virus beisteuern, kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek rechnet nicht mit einem raschen und umfassenden Impfschutz gegen das Coronavirus. "Wir dürfen keine Wunder erwarten", sagte die CDU-Politikerin. So könne es etwa sein, dass die Impfung wieder "aufgefrischt" werden müsse.


05.05.2020
Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler: "Ich gehe davon dass es eine zweite und dritte Infektionswelle geben wird."
Bisher wurden in Deutschland 2,4 Millionen Labortests durchgeführt. Davon seien 7,2 Prozent positiv gewesen. Die Zahl der Toten wird weiterhin steigen. Das RKI in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Dienstag (05.05.2020) mit 163 860 angegeben – ein Plus von 685 seit dem Vortag.

05.05.2020
Im größten Land der Erde
geht die Zahl der Infektionen seit Tagen in die Höhe. Am 04.05.2020 meldeten die Behörden 10 581 neue Fälle innerhalb eines Tages.

Im Vertrauen auf Jobs und Wachstum haben sich viele hoch verschuldet. Nun können viele ihre Autoraten und Kreditkartenrechnungen nicht bezahlen. Die Blase platzt. Die meisten haben Schulden statt Ersparnisse. Covid-19 ist für viele Familien zur Falle geworden; für die Wirtschaft zum Risiko. Je länger die Krise dauert, desto schwieriger wird sich die Welle stoppen lassen. Vor allem bei Jüngeren, Geringverdienern und Geringqualifizierten.

06.05.2020
Industrie brechen die Aufträge weg
Düstere Prognose
Die Corona-Krise verpasst einen wirtschaftlichen Schock. Zudem Herausforderungen der wachsenden Arbeitslosigkeit und Schuldenberge. Vor allem junge Leute dürften es viel schwerer haben, einen ersten Job zu finden.


06.05.2020
Neue Erkenntnisse stellen alles auf den Kopf
Mehrere Kinder (zwischen 2 und 15 Jahre) leiden am Kawasaki-Syndrom, eine Gefässentzündung, einschließlich der Herzkranzgefäße.

In den vergangenen Wochen häuften sich in den Corona-Hotspots wie etwa Italien, Spanien, Schweiz, USA und Grossbritannien die Fälle von Kindern, die sich wegen schweren Gefässentzündungen auf der Intensivstation befinden. Bei mehr als der Hälfte der Fälle wurde zudem eine Erkrankung mit dem Coronavirus festgestellt. Die mögliche Verbindung zwischen dem Coronavirus und dem Kawasaki-Syndrom sorgt vielerorts für Angst.

07.05.2020
Schon länger zeigen Beobachtungen
an Patienten mit Covid-19, dass das Coronavirus auch andere Organe angreift. So kann der Erreger den Herzmuskel schädigen, er befällt Nerven und Gehirn und bringt die Blutgerinnung durcheinander.

07.05.2020
Forscher haben erstmals live beobachtet,
wie das Virus SARS-CoV-2 den menschlichen Darm befällt.

Das Coronavirus konnte sich in allen Darm-Organoiden halten und vermehren. Die Zahl der Viren stieg dabei im Verlauf von 60 Stunden dramatisch an, wie die Wissenschaftler, Mart Lamers vom Erasmus Medical Center in Rotterdam und seine Kollegen, berichten.

Das deutet darauf hin, dass offenbar schon geringe Dichten von ACE2-Rezeptoren für den Eintritt der Viren in diese Zellen ausreichen, sagt Lamers' Kollege Bart Haagmans.

Nach Ansicht der Forscher erklären diese Ergebnisse, warum das Coronavirus häufig in Stuhlproben nachgewiesen wurde.


07.05.2020
Studie: Schätzung kommt auf mindestens 1,8 Millionen Infizierte
Wissenschaftler untersuchen das Ausbruchsereignis und stellen eine Hochrechnung an. Demnach ist die Dunkelziffer der Infizierten in Deutschland zehnmal höher als die Zahl der gemeldeten Fälle, wie die Universität Bonn mitteilte.

Die Studie war im Auftrag der NRW-Landesregierung entstanden.

Offiziell gemeldet waren am 03.05.2020 laut dem Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 162 600 Infektionen und fast 6 700 Todesfälle.

"Jeder vermeintlich Gesunde, der uns begegnet, kann unwissentlich das Virus tragen", erklärte Koautor und Hygieneexperte Martin Exner.

08.05.2020
Hammer: Die Zahl der Neuinfektionen ist am 07.05.2020 (Donnerstag) wieder angestiegen.
Das Coronavirus verbreitet sich in Deutschland und der Welt weiter. Die Zahl der infizierten Personen steigt weiter an.

Am 07.05.2020 (Donnerstag) meldete das Robert Koch-Institut weitere 1 284 in Deutschland gemeldete Neuinfektionen.

Die in Deutschland betroffenen Personen seien im Durchschnitt etwa 50 Jahre alt, Frauen und Männer seien gleichweit betroffen.

18% der in Deutschland offiziell infizierten Personen sind ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Die Sterberate in Deutschland steigt laut Prof. Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Insituts, auf 4,3 Prozent an.

„Es gibt eine neue Phase in dieser Epidemie“, sagt Prof. Schaade. Er rechnet in der Zukunft damit, dass sich die Zahl der Infektionen in Deutschland erhöhen wird.

Laut Prof. Schaade, könnte sich die zweite Welle nicht erst im Herbst, sondern bereits im Sommer, im August oder Juli bemerkbar machen.

Nachdem am 04.05.2020 etwa 600 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet worden waren, verzeichnete das Robert Koch-Institut am 07.05.2020 bereits knapp 1 300 Neuinfektionen.


08.05.2020
Misstrauen gegen Präsident Wladimir Putin
Mitte März 2020 gab es offiziell nur 114 Infizierte in Russland. Der kremlnahe TV-Doktor Alexander Mjasnikow verkündete triumphierend, in Russland sei die reale Chance, sich mit Covid-19 anzustecken, gleich null. Die offiziell deklarierte Schönwetterperiode hielt nicht lange.

Für Russland ist der Kampf gegen das Virus alles andere als ein Triumph, immer mehr offenbart sich eine Tragödie.

Die Gesamtzahl stieg auf mehr als 177 160.

Moskau ist am stärksten von der Pandemie betroffen. Allein in der Hauptstadt wurden 6 703 Neuinfektionen bestätigt. Mit diesen Werten liegt Russland bei der Zahl der Fälle jetzt weltweit auf dem fünften Platz und im europäischen Vergleich auf Rang vier.

Viele Betriebe wissen nicht, wie sie ohne Einnahmen Löhne und Gehälter für ihre Mitarbeiter zahlen sollen. Nach Angaben der russischen Industrie- und Handelskammer droht drei Millionen Unternehmen die Pleite. Es drohen Millionen Russen Entlassungen und Lohnausfall.

Die Corona-Krise hat der russischen Abfallwirtschaft schwer zugesetzt: In 28 Regionen des Landes kämpfen die zuständigen Mülldienstleister ums Überleben. Wegen der angeordneten Selbstisolation sind die Mülldienstleister nach eigenen Angaben mit wachsenden Abfallmengen konfrontiert.

Das Umweltministerium beantragte bei der Regierung 30 Milliarden Rubel, um der angeschlagenen Branche unter die Arme zu greifen.
Insgesamt 51 Regionen hatten um Subventionen für ihre Mülldienstleister gebeten.

Wann sich die Lage in Russland entspannt, ist unklar. Der Chef-Pneumologe im Gesundheitsministerium, Sergej Awdeew, erklärte Russland habe den Höhepunkt der Krise noch nicht erreicht.

09.05.2020
Covid-19: Erhöhte Sterbezahl in Deutschland
—— Das Statistische Bundesamt gab am 08.05.2020 (Freitag) Zahlen bekannt, die einen deutlichen Anstieg der Sterbefallzahlen in Deutschland im Zusammenhang mit Covid-19 zeigen. Laut der Sonderauswertung des Statistikamts starben in der 15. Kalenderwoche 2020 mindestens 19 892 Menschen – 2 000 Personen mehr als im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre.

—— Rund 7 400 Menschen starben an einer Covid-19-Erkrankung.

—— Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt vor der falschen Annahme, die Coronavirus-Pandemie läge bereits hinter Deutschland.

—— Auch der Weltärztepräsident warnt vor einer zweiten Infektionswelle.

—— Dem Virologen Christian Drosten macht die Corona-Situation im Herbst 2020 Sorgen.

—— In Deutschland sind bislang mehr als 169 000 Coronavirus-Infektionen gemeldet worden.

—— Allein in diesem Jahr dürfte der Staat aufgrund der Corona-Krise rund 100 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen.

09.05.2020
Eine Studie von Wissenschaftlern des "Hasso Plattner Institute for Digital Health at Mount Sinai"
hat ergeben, dass Covid-19-Patienten, die stationär mit Blutverdünnern behandelt werden, eine bessere Überlebenschance haben. Für die Studie wurden die Daten von 2 773 Patienten ausgewertet, die zwischen dem 14. März 2020 und 11. April 2020 im Rahmen des New Yorker Mount Sinai Health System behandelt wurden.

Zuvor hatten Forscher festgestellt, dass Covid-19-Erkrankte häufig lebensgefährliche Blutgerinnsel entwickeln, die zu Infarkten führen können.

10.05.2020
Verschwörungstheorien
Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller unterschreibt mit anderen Geistlichen einen Text, der seltsame Thesen zu Covid-19 verbreitet.

"Aufruf für die Kirche und für die Welt an Katholiken und alle Menschen guten Willens", in dem unter anderem die Ansteckungsgefahr von Covid-19 angezweifelt wird.

Die Unterzeichner beklagen, dass "unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie" Bürgerrechte wie das Recht auf Religionsfreiheit eingeschränkt würden.

Dies sei der Auftakt zur "Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht".

Zudem warnen sie davor, sich "mit Impfstoffen behandeln zu lassen, zu deren Herstellung Material von abgetriebenen Föten verwendet" werde.


—— Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus,
die Vorstellung, dass die Pandemie bewusst herbeigeführt wurde, um das Volk zu kontrollieren, und dahinter vermeintlich finstere Mächte stecken, reicht bis weit in die Mitte der Gesellschaft.

11.05.2020
Chaos um Corona
RKI meldet alarmierende neue Reproduktionszahl!

Laut dem aktuellen Situationsbericht vom Samstagabend (09.05.2020) ist die Reproduktionszahl in Deutschland wieder über die Marke von 1 gestiegen, nämlich genau auf 1,1. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt 1,1 Personen ansteckt. So wird auf Dauer wieder mehr Deutsche vom Coronavirus infiziert werden. Noch am 06.05.2020 (Mittwoch) lag der Wert bei 0,65; was eine weitere deutliche Abnahme der Infiziertenzahl in Deutschland bedeutete. Es deutet sich somit eine negative Trendwende an.

Am Samstagmorgen (09.05.2020) meldet das Robert-Koch-Institut 168 551 Fallzahlen für Deutschland. Das sind 1 251 Infektionen mehr als am Vortag. 7 369 Menschen sind bisher an den Folgen einer Viruserkrankung gestorben.

Wie sich die Lockerungen vom 4. Mai 2020 (Montag) auswirken, ist noch nicht abzuschätzen.


RKI ändert Einschätzung in wichtigem Punkt

Zu finden ist die Neueinschätzung im Überblicks - "Steckbrief" zum Coronavirus, in dem das RKI laufend neue Erkenntnisse berücksichtigt.

So heißt es seit 07.05.2020 (Donnerstag) in dem Text,
- Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Viren über Aerosole * fein verteilte Stoffe in der Luft * auch im normalen gesellschaftlichen Umgang übertragen werden können.

Zuvor hatte es geheißen, dass dies "nicht wahrscheinlich" sei.
Die Aktualisierung der Einschätzung sei wie üblich auch an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gegangen, die daraufhin ihre Bürgerinformationen überprüfe.

RKI - Steckbrief   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

12.05.2020
Chinesischer Forscher haben das Coronavirus im menschlichen Sperma entdeckt
38 männliche Coronavirus-Patienten wurden untersucht. Bei 16 Prozent von ihnen konnte das Virus in ihren Samen nachgewiesen worden, wie der Nachrichtensender CNN berichtet.

Dabei handelte es sich zum Teil um bereits genesene Patienten. Unklar sei, ob sich das Virus über das Sperma weiter verbreiten kann. "Wenn in zukünftigen Studien nachgewiesen werden könnte, dass SARS-CoV-2 sexuell übertragbar ist, könnte die sexuelle Übertragung ein kritischer Teil der Prävention der Übertragung sein", zitiert CNN die Forscher.

SARS-CoV-2 klingt banal, ist es aber nicht. Es wird immer deutlicher, dass das neue Coronavirus nahezu im gesamten Körper Verheerendes anrichten kann. Ärzte, die Patienten mit SARS-CoV-2 behandeln, stellen fest, dass es sich mitnichten "nur" um ein Lungenvirus handelt. Die Berichte über SARS-CoV-2-Manifestationen in anderen Organen als der Lunge häufen sich. Welche der Beobachtungen am Ende tatsächlich Bestand haben werden, ist nicht abzusehen.

Wissenschaftsjournalistin Meredith Wadman | Fachjournal Science - englisch   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Es kristallisiere sich immer mehr heraus, dass viele andere Organe von der Infektion beeinträchtigt sind, darunter Herz, Blutgefäße, Niere, Darm und Gehirn.

Kardiologe Professor Dr. Harlan Krumholz von der Yale University: Die Krankheit kann nahezu alles im Körper angreifen mit verheerenden Konsequenzen!

Bekommt das Immunsystem das Virus nicht in den Griff, wandert es! Das Resultat ist ein eitriges Sekret, das aus Flüssigkeit und toten Zellen besteht.

Die Sauerstoffsättigung des Bluts nimmt dabei oft sehr schnell dramatisch ab.

Wie SARS-CoV-2 in verschiedene Organe kommt, kann aktuell nur spekuliert werden, sagte Professor Dr. Holger Rabenau vom Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. Ungeklärt sei auch die Frage, welche Patienten betroffen seien.

Zellen des Dünn- und Dickdarms können mit SARS-CoV-2 infiziert sein. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass das SARS-CoV-2 Darmzellen befällt.

Eine Schädigung des Herzens durch SARS-CoV-2 ist relativ häufig. Ob es sich dabei um einen direkten oder einen indirekten Effekt handelt, ist unklar.

Lungenspezialist Levitt: Eine Theorie ist, dass das Virus die Gefäßbiologie beeinträchtigt und dass wir deshalb diese sehr niedrigen Blutsauerstoff-Spiegel bei SARS-CoV-2-Patienten sehen.

Medikamentös gegenzusteuern, muss Patienten nicht helfen.

Professor Dr. Kai Zacharowski, Leiter der Intensivmedizin am Uniklinikum Frankfurt am Main, bringt ein weiteres Organ ins Gespräch, das oft schwer von einer SARS-CoV-2-Infektion betroffen ist: die Niere. Relativ viele Patienten erleiden ein Nierenversagen!

Nun stellt sich wieder die Frage, ob die Schädigung des Organs direkt oder indirekt erfolgt. Denn auch eine künstliche Beatmung kann ein akutes Nierenversagen verursachen oder verschlimmern.

Zudem können Medikamente, mit denen die Patienten behandelt werden, die Niere schädigen.

Offenbar macht SARS-CoV-2-Infektion nicht Halt, bei Herz, Lunge, Niere. Sondern kann von dort aus weiter in zentrale Teile des Gehirns vordringen.

So erklärt man sich das Vorkommen neurologischer Symptome (zentralnervöse, Schwindel, Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung), die das ZentralNervenSystem betreffen. Auch Krampfanfälle oder/und eine Hirnhautentzündung sind laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) mögliche Folgen einer ZNS-Beteiligung von SARS-CoV-2-Infektion.

Auch Augen und Ohren haben über die Tränenwege sowie die Ohrtrompete direkte Verbindungen.

Dem RKI zufolge wurde in verschiedenen Studien und Fallberichten eine relativ große Bandbreite an dermatologischen Manifestationen beschrieben: unter anderem juckende masernähnliche Ausschläge, Papeln, Rötungen und ein Nesselsucht -ähnliches Erscheinungsbild sowie Hautbläschen. Auch Durchblutungsstörungen der Extremitäten, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Über die Häufigkeit der Erscheinungen gehen die Angaben auseinander.

WICHTIG: Der Blick auf einzelne Organe und/oder Symptome gleicht immer nur einem kleinen Puzzleteil, das erst zusammen mit allen anderen das große Bild namens SARS-CoV-2-Infektion ergibt.

SARS-CoV-2-Infektion ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern die sich präsentieren kann. Die Bedeutung der einzelnen Bildausschnitte wird nach und nach immer klarer. Ob sich SARS-CoV-2-Infektion gezielt Beeinflussen läßt, ist Hoffung.

13.05.2020
Spur der Verwüstung
- Gehirn und ZNS
- Augen
- Nase
- Lunge
- Herz
- Blutgefäße
- Blutgerinnung
- Blutgerinnsel
- Leber
- Nieren
- Magen-Darmtrakt
- Dünn- und Dickdarm
- Sperma
- Haut

14.05.2020
Euro - Der Staat muss sich raushalten - Nach dem Virus die Inflation?
Befindet sich Europa auf Crashkurs? Am Horizont zieht die Gefahr einer ausgedehnten Inflation auf. Die Weltwirtschaft durchleidet die schwerste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Steigende Firmenpleiten drücken auf die Nachfrage und die Strukturen der Weltwirtschaft verändert sich. Insgesamt wird der Austausch von Waren, Menschen und Kapital absehbar schwieriger.

Siebzigerjahre:
Damals bemühten sich Notenbanken und Regierungen, mit reichlicher Geldversorgung und allerlei Ausgabenprogrammen die Wirtschaft (wieder) in Gang zu bringen. Doch statt der erhofften Wohlstandszuwächse produzierten sie Preissteigerungen. Die Ära der großen Inflation begann, die in einigen Ländern bis in die Neunzigerjahre andauerte.

Nur ein schier endloses weltweites Angebot hält die Güterpreise niedrig.

Treffen veränderte Bedingungen auf eine künstlich angefachte Nachfrage, dann kann daraus eine Inflationsdynamik erwachsen, ähnlich wie in den Siebzigerjahren.

Die Geldschwemme, die sich momentan über die Märkte ergießt, um ein Abgleiten zu verhindern, kann in der neuen Normalität der Nach-Corona-Welt einen bislang kaum vorstellbaren Preisdruck auslösen; eine Finanz-, Eurokrise.


Sollte Inflation nach der Krise ein Thema werden, wird es extrem ungemütlich. Viele Euro-Länder sind hochverschuldet, nicht zuletzt wegen der Coronakrise. Steigende Zinsen könnten diese Volkswirtschaften an den Rand der Pleite bringen! Seiltanz ohne Sicherheitsnetz.


Der Staat muss sich raushalten
sich nicht in die Belange von Firmen einmischen. Einmischungen haben sich in der Vergangenheit nicht bewährt. Keiner kann Unternehmen daran hindern, Jobs zu streichen. Und Beteiligungen und Tochterfirmen in Steueroasen zu haben.

Zentralbank - Download Datei - PDF-Typ / Vorschau   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Bundesverfassungsgericht - Download Datei - PDF-Typ / Vorschau   Icon zur Kennzeichnung von externen Links


14.05.2020
Coronavirus wird ansteckender
Forscher haben Hinweise darauf gefunden, wie sich das Virus im Zuge seiner Verbreitung an Menschen anpasst. Eine Analyse von 5 300 Coronavirus-Genomen (Teilgebiet der Genetik, Erbgut eines Lebewesens oder eines Virus [Virale Genome] - Wikipedia - Genom   Icon zur Kennzeichnung von externen Links) aus 62 Ländern zeigt bereits jetzt Mutationen.

So wurden Änderungen im sogenannten Spike-Protein nachgewiesen, welches das Virus nutzt, um menschliche Zellen zu infizieren.

Infektiologe Martin Hibberd ist leitender Autor der entsprechenden Studie, in deren Rahmen die Mutationen entdeckt wurden.

Fachjournal Biorxiv - englisch   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Die Wissenschaftler wollten klären, wie sich der Erreger seit seiner Übertragung von Tieren auf den Menschen angepasst hat.

Die Gefahr derartiger Änderungen des Virus ist, dass dadurch möglicherweise Medikamente und Impfungen, die genau auf dieses Spike-Protein abzielen, unwirksam werden.

Eine Mutation des Spike-Proteins sorgte auch vor wenigen Tagen für Aufsehen. So kam eine Studie zum Schluss, dass neuartige Varianten des Virus bereits ansteckender sind, als die Ursprungsform aus dem chinesischen Wuhan.

14.05.2020
Keine Verringerung der Neuinfektionen
Das Virus ist (noch) da. Wichtig seien die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade.

Laut Medienberichten hatten Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron am 11.05.2020 (Montag) über Lockerungen im deutsch-französischen Grenzverkehr beraten. Seit Wochen darf nur nach Deutschland einreisen, wer einen wichtigen Grund vorweisen kann. Das sind beispielsweise Lastwagenfahrer, Angehörige medizinischer Berufe oder Berufspendler.

14.05.2020
KfW bewilligt Kredite in Höhe von 19,3 Milliarden Euro
zur Unterstützung der deutschen Unternehmen. Dies sind knapp 60 Prozent des insgesamt beantragten Kreditvolumens. Bei der KfW lagen am 13.05.2020 - 38 048 Kreditanträge - vor.

Viele deutsche Städte und Gemeinden stellen sich aufgrund der Pandemie auf finanzielle Einbußen ein. Das ergab eine Umfrage der staatlichen Förderbank KfW unter bundesweit 200 Kommunen. 80 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation auch im kommenden Jahr (2021) nicht verbessern werde. Die Hälfte der Kommunen rechnet neben sinkenden Einnahmen auch mit steigenden Ausgaben, etwa für höhere Sozialausgaben.

Bund, Länder und Gemeinden müssen in diesem Jahr (2020) voraussichtlich mit 118,8 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen.

15.05.2020
TUI 8 000 Stelllen streichen
Infolge der Einbußen durch die Pandemie plant der Reisekonzern TUI, weltweit rund 8 000 Jobs einzusparen. Investitionen und Verwaltungskosten sollen um etwa 30 Prozent sinken. In Deutschland hat TUI als Hilfe gegen die Auswirkungen der Krise einen staatlich garantierten Überbrückungskredit von 1,8 Milliarden Euro erhalten. Weltweit sind etwa 70 000 Mitarbeiter bei TUI beschäftigt.

15.05.2020
Folgen werden uns mindestens zehn Jahre begleiten
Finanzsenator Matthias Kollatz: Die Haushalte der Zukunft werden noch lange mit den Folgen kämpfen.


15.05.2020
Neuinfektionen und weitere Tote in Deutschland
Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist binnen 24 Stunden um 798 auf 171 306 gestiegen, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt nach offiziellen Angaben um 101 auf 7 634

15.05.2020
Die US-Gesundheitsbehörde CDC analysierte
die Symptome von 2 591 Corona-Patienten, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. Mai 2020 ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Drei Viertel hatten Schüttelfrost, Fieber oder/und Husten und fast ebenso viele Atembeschwerden. Ein knappes Drittel klagte über Schmerzen und Durchfall, ein Viertel litt unter Übelkeit oder Erbrechen. Etwa 18 Prozent hatten Kopfschmerzen, zehn bis 15 Prozent Lungen- oder Unterleibsprobleme, eine laufende Nase oder/und Halsschmerzen.

15.05.2020
Wegen der weltweiten Ausbreitung ist das Coronavirus nie mehr zu eliminieren.
Davon geht zumindest der Experte Michael Ryan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus. Auch HIV, das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, ist nie wieder verschwunden.

Die von vielen erhoffte und gewünschte Rückkehr zur Normalität sei laut Experte Michael Ryan noch ein "langer, langer Weg", so seine Prognose. Auch WHO-Chef Tedros Adhanom Gebreyesus warnte - wie bereits auch andere Experten - vor der Gefahr einer zweiten Infektionswelle und empfiehlt deshalb allen Ländern trotz zahlreicher Lockerungen weiterhin "die höchstmögliche Alarmstufe".


16.05.2020
Virus ist in ganz Afrika verbreitet
Lesotho hat als letztes Land in Afrika eine erste Coronavirus-Infektion bestätigt.

Damit hat die Pandemie alle 54 afrikanischen Staaten erfasst.

Das Königreich mit zwei Millionen Einwohnern ist von Südafrika umschlossen. Südafrika wiederum hat bislang mit 11 350 bestätigten Fällen die meisten Corona-Infektionen in Afrika. Insgesamt sind es fast 70 000 Fälle, mehr als 2 400 Afrikaner starben mit dem Virus.

16.05.2020
Fallzahlen in Russland nehmen weiter drastisch zu
Den russischen Gesundheitsbehörden sind in den vergangenen 24 Stunden erneut mehr als 10 000 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit steige die Zahl der bekannten Fälle insgesamt auf mehr als 242 700 an.

Auch 96 weitere Todesopfer wurden binnen 24 Stunden gemeldet. In Russland starben bislang mehr als 2 200 Menschen durch das Virus.

16.05.2020
Niederlande: SARS-CoV-2 breitet sich nun auf Nerz-Farmen aus
Der neuartige Erreger ist massenhaft auf niederländischen Zuchtfarmen angekommen.

Am 26. April 2020 wurde bekannt, dass Tiere auf niederländischen Nerzfarmen das Coronavirus in sich tragen, daran erkranken und den Erreger sehr wahrscheinlich auch an ihre Artgenossen weitergeben. Infizierte Nerze leiden wie Menschen an Atemwegsbeschwerden, manche haben Probleme mit dem Verdauungstrakt und die Sterblichkeit stieg an. SARS-CoV-2 ist ein Multi-Organ-Virus.

Die Wissenschaftler wurden bei Staubpartikeln im Gebäude fündig. Unklar ist, ob sich Menschen über solche Stäube infizieren können. Immerhin stammt das neue Coronavirus aus dem Tierreich.

• — • Zuchtbetriebe für Tiere halten viele Expertinnen und Experten für Risikofaktoren für die Ausbreitung von Krankheiten.

Zuchtbetriebe für Tiere sind menschengemachte Evolutionsbeschleuniger - ein Szenario. So viele Tiere leben natürlicherweise nicht zusammen auf engem Raum!!!

Tiermediziner der Universität Wageningen haben bereits ein Forschungsprogramm aufgelegt, das sie nun in den Zuchtbetrieben abarbeiten wollen. Die Forscher meinen in einer Stellungnahme, es sei plausibel, dass sich der Erreger zwischen den Tieren per Tröpfchen durch die Luft verbreite, wie bei Menschen. Außerdem sollen Katzen auf den betroffenen Farmen auf das Virus getestet werden.


16.05.2020
Konjunktureinbruch - Das Schlimmste kommt noch
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Quartal (Jan. - März) des Jahres 2020 um 2,2 Prozent geschrumpft, im Vergleich zu Ende 2019. Analyse-Experten der Deutschen Bank erwarten für das zweite Vierteljahr 2020 (April - Juni) einen BIP-Einbruch um 14 Prozent zum Vorquartal.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen die Krisenzeit durch Kredite überbrücken und damit wachsende Schulden zurückzahlen müssen. Deswegen werden sie Investitionen vermindern und sich damit zurückhalten, neue Mitarbeiter einzustellen.

Insgesamt wurde für 10,1 Millionen Personen in knapp zwei Monaten Kurzarbeit angemeldet.

Ebenfalls stark rückläufig waren die privaten Konsumausgaben! "Von Normalität kann noch für längere Zeit keine Rede sein", sagt Stefan Kooths, Konjunkturchef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.


17.05.2020
Wir sind tief gefallen.
Die erhoffte schnelle Erholung wird ausbleiben, warnt Ökonom, Professor für Volkswirtschaftslehre, Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel: "Wir müssen unsere Prognosen revidieren. Wir sind zu tief gefallen."

Denn neben die technischen Unterbrechungen der Produktion ist ein zweiter Faktor getreten: Angst vor der Zukunft.

Insgesamt ist die Wertschöpfung wahrscheinlich um rund 20 Prozent zurückgegangen.

"Das Vertrauen hat einen Schock erlitten", sagt Professor Felbermayr. Es seien "Zukunftsängste entstanden, die nachhaltiger sind als die Bedrohung durch das Virus selbst". Bürger schränken ihre Ausgaben ein, aus Sorge um den Arbeitsplatz. Weil Kunden fernbleiben, streichen wiederum viele Firmen Investitionen zusammen und legen Sparprogramme auf.

Zukunftsängste verschwindet nicht, wenn Gaststätten und Grenzen wieder geöffnet sind. Die Lage der Weltwirtschaft hilft auch nicht, die Schwellenländer stehen (möglicherweise erst noch) vor der größten Erschütterung.

Wenn Unternehmen wegen schlechterer Verkaufsaussichten ihre Mitarbeiter langfristig nicht halten können, dann wird es zu Entlassungen kommen.

Die größte Last der Krise werden junge Menschen tragen, Einkommensverluste und Rente. Diese Generation wird dann auch für die Schulden aufkommen müssen, die jetzt gemacht werden. Viel Luft ist für kommende Krisen nicht mehr. Irgendjemand zahlt immer die Zeche.

Deutschland muss sich einstellen, nicht zum Normalniveau zurückzufinden. "Dafür sind wir zu tief gefallen." Die Krise zeigt die Verwundbarkeit der vernetzten Welt. Diese Entwicklung wird sich verstärken. Das wird ein Angriff auf Deutschlands Wohlstand. Die die Wirtschaft antreiben könnten haben zu wenig Geld um die Wirtschaft anzutreiben.

Mehr Wachstum wird nicht (so gut) funktionieren. Die Bevölkerung wird älter. Wie müssen Subventionen, Schritt für Schritt, streichen (wieder einfangen), zum Beispiel: Steuerprivilegien, Sonderbehandlungen von Branchen, Zuschüsse mit zweifelhafter Wirkung. Darüber hinaus wird Gelddisziplin angesagt sein, ohne Steuererhöhungen. Wir müssen deshalb fragen, wie wir (insgesamt) widerstandsfähiger werden.

Die nächste Krise wird vielleicht die Internetsicherheit werden, ausgelöst durch ein Virus, das die gesamte digitale Infrastruktur plattmacht. Oder was machen wir, wenn es Jahre in Deutschland nicht regnet?

Überall dort, wo keine gesicherten Fakten sind, gedeiht die Verschwörungstheorie am allerbesten.

Die Erde dreht sich und Prognosen sind schwierig. Wir lernen jeden Tag dazu, da wir die Zukunft nicht kennen.

18.05.2020
Baby kommt mit Coronavirus zur Welt
In Russland wird ein Baby mit dem Coronavirus geboren. Das Baby sei mit dem Virus geboren worden, zitierte eine russische Nachrichtenagentur. Die Geburt in Beslan (Russland) folgt auf eine in Peru Mitte April 2020, bei der ebenfalls ein Neugeborenes positiv auf das Virus getestet worden war. Die Gesundheitsbehörden in Peru hatten damals erklärt, es sei weltweit der zweite Fall eines positiv getesteten Neugeborenen.

Bisher gibt es vereinzelte Meldungen zu solchen Übertragungen.

Siehe 12.05.2020 - Chinesischer Forscher haben das Coronavirus im menschlichen Sperma entdeckt

19.05.2020
Ob Menschen sich beim Berühren
mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anstecken können, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach wie vor nicht bekannt. Gleichwohl seien Desinfektionen empfehlenswert, heißt es in einer am Freitag (15.05.2020) in Genf veröffentlichten Hygiene-Empfehlung.

Weltgesundheitsorganisation (WHO) - englisch - PDF-Typ / Vorschau 8 Seiten   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Darin erwähnt die WHO eine Studie, wonach das Virus auf der Außenseite einer medizinischen Gesichtsmaske bis zu sieben Tage überleben kann. In der erwähnten Studie habe das Virus auf Edelstahl und Plastik bis zu vier Tage, auf Glas bis zu zwei Tage und auf Stoff und Holz einen Tag überlebt. In einer anderen Studie seien es vier Stunden bei Kupfer, 24 Stunden bei Pappe und 72 Stunden bei Plastik und Edelstahl gewesen.

Deshalb sei Desinfizieren wichtig - etwa bei Böden und Wänden. Aber es ist unwahrscheinlich, dass das Desinfektionsmittel auf unebenen Flächen lange genug wirken kann, um Erreger abzutöten. Desinfizieren kann zu Augen- und Hautreizungen und durch das Inhalieren zu einer Verkrampfung der Atemmuskeln sowie Magen-Darm-Störungen und Übelkeit und Erbrechen führen.

20.05.2020
Streit - Wiederaufbau-Plan | Merkel und Macron
Im Kampf gegen die Corona-Krise soll die EU 500 Milliarden Euro gemeinsame Schulden machen.

500 Milliarden Euro als Finanzhilfe
soll die EU zum wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Krise zusätzlich zur Verfügung stellen. Das sieht der Plan von Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor, die als nicht rückzahlbare Finanzhilfen an betroffene Staaten weitergereicht werden.

An der Spitze der Gegner des 500-Milliarden-Euro-Plans steht der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch die FDP lehnt den deutsch-französischen Plan ab, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionschef Alexander Graf Lambsdorff. Er sprach von einem "faulen Zauber".

Länder wie Frankreich, Italien und Spanien hatten in der Vergangenheit immer wieder EU-Finanzspritzen gefordert, um ihre ohnehin schon große Verschuldung nicht noch weiter zu erhöhen.


21.05.2020
Renault beantragt ein staatliches Darlehen
von fünf Milliarden Euro. Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sieht den Autohersteller Renault in einer schweren Krise. "Renault kämpft um sein Überleben", sagte Le Maire der Zeitung "Le Figaro".

Der Konzern habe ein staatlich garantiertes Darlehen von fünf Milliarden Euro beantragt, so der Minister. "Ich habe dieses Darlehen noch nicht unterzeichnet." Die Regierung fordere von Renault, "Verpflichtungen in drei Bereichen einzugehen: beim Elektrofahrzeug, beim Respekt gegenüber ihren Zulieferern und bei der Lokalisierung ihrer technologisch fortschrittlichsten Aktivitäten in Frankreich."

Le Maire betonte außerdem, dass Renaults große Fabrik Flins im Pariser Großraum nicht geschlossen werden dürfe. "Dies ist die Position der Regierung und des Staates als Aktionär", sagte Le Maire dem Sender Europe 1. Man warte nun auf die Vorschläge des Renault-Vorsitzenden.

Um der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise wieder auf die Beine zu helfen, setzen die fünf Wirtschaftsweisen auf eine Energiepreisreform und eine stärkere Digitalisierung.
Die derzeit diskutierte Kaufprämie für Autos lehnt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung indes ab. Die Regierung dürfe dem Druck einzelner Branchen nicht nachgeben. Solche Projekte würden die tendenziell bestehenden Strukturen verfestigen, ohne eine durchschlagende konjunkturelle Wirkung zu erzielen.


21.05.2020
Zwei Tage altes Baby an Corona gestorben
In Südafrika ist nach Behördenangaben ein zwei Tage altes Baby gestorben, das mit dem Coronavirus infiziert war. Wie Gesundheitsminister Zweli Mkhize am 20.05.2020 bekanntgegeben hat.

Das Neugeborene war mit Lungenproblemen auf die Welt gekommen. Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC betonte am 21.05.2020, es handele sich um den ersten derartigen Fall, der auf dem Kontinent bekannt wurde.

Weltweit ist die Zahl der Corona-Infektionen erstmals über 5 Millionen gestiegen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) sind es   5 000 038   Covid-19-Fälle (Stand 21. Mai, 8.44 Uhr). Bislang sind nach JHU-Statistik 328 191 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben.

In den vergangenen 24 Stunden gab es weltweit so viele neue Corona-Fälle wie nie zuvor binnen eines Tages. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden 106 000 Neuinfektionen registriert.

21.05.2020
Ein Drittel der Einzelhändler
abseits des Lebensmittelhandels sind dem Branchenverband HDE zufolge massiv in ihrer Existenz bedroht. Die Branche leide weiter "massiv an schwachen Umsätzen und unter geringen Kundenfrequenzen, die weit unter Vorjahresniveau liegen", beklagt der Verband. Die vom Aus bedrohten Händler brauchten rasch weitere Finanzhilfen des Staates. "Die Bundesregierung muss dringend mit einem Rettungsfonds mit nicht rückzahlpflichtigen Finanzhilfen nachlegen. Ansonsten werden viele Arbeitsplätze verloren gehen und die Innenstädte vielerorts veröden", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

21.05.2020
Schlechter Service
Analyse: Einige Firmen möchten ihre Kundenbetreuung weiter ausbauen und verbessern.

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22.05.2020
Obduktionen zeigen schwere Schäden
Laut einer neuen Studie aus Augsburg geht die Todesursache bei Covid-19-Erkrankten auf eine "mutmaßlich irreversible" Schädigung des Lungengewebes zurück.

Ärzte der Augsburger Uniklinik haben bei der Obduktion verstorbener Corona-Patienten durchwegs "ungewöhnlich schwere, teils mutmaßlich irreversible" Schäden im Lungengewebe festgestellt. Sie seien offensichtlich am ehesten direkt durch das Virus entstanden, teilte die Uniklinik mit. Das Team habe 19 Tote obduziert. "Alle Patienten litten an schweren Grunderkrankungen, die jedoch nicht unmittelbar zum Tod führten", sagte Professor Bruno Märkl, Direktor der Pathologie an der Uniklinik.

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In den übrigen Organen seien keine augenscheinlich schweren Veränderungen nachgewiesen worden.

In Berlin waren zuvor bereits elf Covid-19-Tote obduziert worden. Als Todesursachen wurden demnach am häufigsten Blutvergiftung bei Lungenentzündungen, Lungenversagen und Herzversagen erkannt. In allen Fällen habe das Pathologie-Institut der Charité festgestellt, dass die Todesursachen "kausal durch Covid-19 bedingt" gewesen seien, hieß es.


23.05.2020
Autovermieter Hertz meldet Insolvenz an
Das Traditionsunternehmen Hertz (mehr als 100 Jahre und Platzhirsch) steht vor dem "Aus". Das Insolvenzverfahren zur Umstrukturierung nach Kapitel 11 ist am Freitag (22.05.2020 - Ortszeit) eingeleitet worden; aber es wurde keine Liquidation beantragt.

Das Geschäft mit Mietwagen ist zusammengebrochen. Firma Hertz (Gründung 1918) ist zahlungsunfähig.

Hertz ist einer der größten Autovermietungsfirmen weltweit und vermietet Fahrzeuge.

Die Autovermietungen weltweit werden mit voller Wucht von der Corona-Pandemie getroffen.

Der Rückgang von Leihwagen habe zu einem "plötzlichen" Einbruch bei Umsätzen und Buchungen geführt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Estero im US-Bundesstaat Florida mit.

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Das Unternehmen verfüge über mehr als 920 Mio Euro an Barbeständen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Ableger des Autovermieters in Europa seien von dem Insolvenzantrag nicht betroffen.

In der Mitteilung heißt es weiter, Hertz habe bereits Maßnahmen eingeleitet und weltweit 20 000 Mitarbeiter beurlaubt oder entlassen - etwa die Hälfte aller Beschäftigten.

Das mit mehr als 18 Milliarden Dollar verschuldete Unternehmen hatte im April 2020 fällige Zahlungen für ein größeres Autoleasing ausgelassen.

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Man beabsichtige Lieferanten sowie Arbeitnehmer zu bezahlen.

Der Konzern, dessen größter Aktionär der milliardenschwere Investor Carl Icahn (Hertz Global Holdings) ist, leidet unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

wikipedia.org - Leserservice - Carl Icahn - Großinvestor   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

finanzen.net - Leserservice - Hertz Rental Car Aktie WKN: A2ALSZ / ISIN: US42806J1060 / Symbol: HTZ / Börse: Düsseldorf   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Herr Carl Icahn hat sich verspekuliert
Hertz, einer der berühmtesten Autovermieter hat Gläubigerschutz beantragt. Schuld daran ist nicht nur Corona. Das Unternehmen Hertz mit Carl Icahn als Hauptaktionär (dessen Vermögen auf 18 Milliarden Dollar geschätzt wird) hat sich zu stark verschuldet. Nun rächen sich die Finanztricks der Vergangenheit.

Das der Puffer bei Hertz so klein ist, das liegt an dem auf Schulden basierenden Geschäftsmodell. Beispiel: 2005 war Hertz nach mehreren Eigentümer-Wechseln von einer Investorengruppe übernommen wurden, die das Unternehmen dann an die Börse brachte und damit Kasse machte.

Carl Icahn war 2014 eingestiegen, als die Aktien (vermeintlich) günstig waren und hält heute 39 Prozent an dem Unternehmen Hertz. Seit Carl Icahns Einstieg haben mehrere versucht, die Dinge zu richten. Doch ohne Erfolg. Zuletzt saß Hertz auf 19 Milliarden Schulden.

Wie kreativ das Management bei der Finanzierung (in der Vergangenheit) war zeigt ein Beispiel: So sind 13,4 Milliarden Dollar Schulden mit Fahrzeugen abgesichert. Die Gläubiger dieser abgesicherten Schulden kaufen mit den regelmäßigen Zahlungen Fahrzeuge, die sie dann wiederum an Hertz zurück leasen. Man könnte sagen, Hertz zahlt diese Gläubiger gleich mehrmals.

Aber, die Parkplätze sind voll, die Autos verlieren an Wert. Heute braucht Hertz rund 17 Milliarden, um seine Verbindlichkeiten zu bedienen: 3,7 Milliarden Dollar in Anleihen und 13,4 Milliarden Kredite, die durch Fahrzeuge abgesichert sind.

Hertz gehört nach dem Ranking von Interbrand zu den 100 wertvollsten Marken der Welt.

Seit der Coronavirus-Pandemie in den USA im März 2020 haben mehr als 38 Millionen Menschen ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Die USA befinden sich wegen der Pandemie in einer schweren Wirtschaftskrise.

Unter Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts kann ein Unternehmen umgebaut werden und mit seinen Gläubigern verhandeln.

• Die Zahl der Fahrzeuge und Standorte werde verringert.

Rückblick: 26.04.2010 - Hertz weist Milliardenübernahme und rote Zahlen aus
Wie Hertz mitteilte, wurde im ersten Quartal ein Verlust von 150,4 Millionen Dollar bzw. 37 Cents je Aktie eingefahren. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stellte sich ein Fehlbetrag von 163,5 Millionen Dollar bzw. 51 Cents je Aktie ein. Der Umsatz stieg auf 1,66 Milliarden Dollar.

finanznachrichten.de - Leserservice   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

24.05.2020
Kurzarbeit kostet in Deutschland mehr als 30 Milliarden Euro allein in diesem Jahr
Mehr als 10 Millionen Beschäftigte während der Corona-Krise angemeldet. Bisher erst 2,5 Mrd. Euro ausbezahlt an Kurzarbeitergeld.

Bundesagentur für Arbeit Chef Detlef Scheele warnt Unternehmen, Kurzarbeit anzumelden und dann doch mehr arbeiten zu lassen. "Wer mehr arbeiten lässt als angegeben, begeht Schwarzarbeit"!

26.05.2020
Corona trifft deutsche Wirtschaft mit Wucht
Das Statistische Bundesamt hat die ärgsten Befürchtungen bestätigt. Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen Corona stark eingebrochen. Auch die Baubranche meldet ein

Minus um 10,5 Prozent.

Am stärksten gingen im ersten Vierteljahr 2020 die Exportumsätze zurück. Unternehmen investierten deutlich weniger in Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen.

Die "Wirtschaftsweisen" wollen Anfang Juli eine neue Prognose zur Entwicklung der Konjunktur vorlegen.

26.05.2020
Die Coronavirus-Entdeckerin
verließ mit 16 Jahren die Schule und hat nicht studiert. Ihre berufliche Laufbahn begann als Labortechnikerin. Bis heute hat ihre Arbeit nicht an Bedeutung verloren.

br.de - Coronavirus-Entdeckerin   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

wikipedia.de - June Almeida   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

30.05.2020
Storno-Strategie
Seit Monaten fallen wegen der Pandemie zahlreiche Flüge aus. Trotz klarer Rechtslage warten viele Kunden bis heute auf die Rückzahlung der Kosten. Laut Recherchen der britische Verbraucherschutzorganisation Which! haben gerade einmal fünf Prozent der Kunden innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen sieben Tage nach Stornierung des Fluges ihr Geld zurückbekommen. 84 Prozent der Befragten warten, viele Wochen nach den Corona bedingten Flugausfällen, auf ihr Geld. Das Fluggastportal Flightright hat im Auftrag von 20 000 Betroffenen damit begonnen, Rückerstattungen gerichtlich einzuklagen. Die Rechtslage ist eindeutig, wollen Fluggäste für einen ausgefallenen Flug ihr Geld zurück, müssen die Fluggesellschaften innerhalb von sieben Tagen die Ticketkosten erstatten. Ausnahmen oder mindernde Umstände sind für die EU-Regelung nicht vorgesehen. Die Verbraucherschützer von Which! bemängeln die widersprüchlichen Instruktionen. Kunden, die um eine Erstattung gebeten hatten, wurden Gutscheine für eine spätere Reise zugesandt.

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Rechtsanwalt Sven von Below - Flug-Reise-Recht.eu   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

30.05.2020
Pfingsten 2020 | Ein kleiner unsichtbarer Virus,
der die globalisierte Perfektion und Sicherheit ins Wanken bringt. Herausforderungen im ganz alltäglichen Leben, das so geordnet und sicher war, trifft mit Verzicht. Verzicht, der durch die aktuelle Situation auferlegt wird. Das ist neu und ungewohnt. Aber in der Geschichte (Siehe 24.03.2020 - Herausforderung im Schatten des Todes   Icon zur Kennzeichnung von externen Links) gab es viele ungewählte Veränderungen. Vielleicht ist Veränderung ja eine Chance, dass man erkennt, dass alle Absicherung, die man geschaffen hat, nicht wirklich trägt. Vielleicht entwickelt sich aus der unreflektierten Anspruchshaltung wieder ein dankbares Dasein für all das, was täglich zur Verfügung steht. Vielleicht verändern sich durch diese Veränderungen manche Werte in Entscheidungsprozessen. Vielleicht ist die Veränderungszeit ja in Wirklichkeit was ganz anderes. Wer weiß?


Die Zehn Gebote sind uralte Richtlinien!
Sie sind ein wichtiges Fundament!

1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.

3. Du sollst den Feiertag heiligen.

4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.

7. Du sollst nicht stehlen.
8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Die zehn Gebote sind keine Altlasten der Vergangenheit, sondern Horizonte - Spiegel unseres Lebens. Sie sind entscheidend für das Leben des einzelnen und für das Leben der Völker. Sie sind entscheidend für das Überleben der Menschheit. Sie sind unveränderlich, sie gelten immer und überall! Die zehn Gebote sind keine Orientierungshilfe, sondern verbindliche Gebote, zu denen Gott den Menschen verpflichtet.

 30.05.2020 

Ein Fehler zu viel | Verloren

Die Gefahr einer Corona-Pandemie wurde zu Beginn deutlich unterschätzt. Das geht aus vertraulichen Dokumenten hervor, die BR vorliegen. Bereits am 31. Dezember 2019 versendet das internationale Frühwarnsystem ProMED eine E-Mail mit der Meldung: Es geht um eine unbekannte Lungenentzündung in China.

Die Meldung zum neuartigen Coronavirus (unbekannte Lungenentzündung) geht auch am selben Tag nach Berlin ans Robert Koch-Institut. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen das, was zur Pandemie werden wird. Für einen solchen Fall hatte die Bundesregierung ein Papier aus dem Jahr 2012. Titel: "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz". Darin steht, was sofort im Falle einer Pandemie zu tun ist. Doch bis die Politik Maßnahmen umsetzt, vergehen Wochen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt am 23. Januar 2020: "Der Verlauf hier, das Infektionsgeschehen, ist deutlich milder, als wir es bei der Grippe sehen." Ende Januar 2020 treten die ersten Fälle in Deutschland auf - die meisten mit einem milden Krankheitsverlauf.

Tagesschau - Viele Ärzte überfordert   Icon zur Kennzeichnung von externen Links

Die ersten Tage und Infektionen in Deutschland haben zu einem Trugschluss geführt: Seht, wir können es eindämmen.

Am 29. Januar 2020, es gibt bereits weltweit Verdachtsfälle, kommt der Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag zusammen. Das Thema Coronavirus ist Tagesordnungspunkt 5b - am Ende der Sitzung!

Von der "Risikoanalyse zum Bevölkerungsschutz" aus dem Jahr 2012 ist in dieser Sitzung laut Protokoll keine Rede.

Am 12. Februar 2020, sagt Jens Spahn im Gesundheitsausschuss, die Gefahr einer Pandemie sei "eine zurzeit irreale Vorstellung".

Ende Februar 2020, im Innenministerium kursiert die Frage: Drohen Folgen für die innere Sicherheit?

Am 2. März 2020 kommt der Gesundheitsausschuss zu einer Sondersitzung zusammen. Es wird auch über die Absage von Großveranstaltungen diskutiert. Gesundheitsminister Spahn macht klar, die Behörden vor Ort sollten entscheiden - heißt es im Protokoll. Bis zu einer Empfehlung des Ministers, Großveranstaltungen abzusagen, vergeht fast eine Woche.

Am 11. März 2020 ruft die WHO den Pandemiefall aus.

Am 18. März 2020, appelliert Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache: "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst."

78 Tage (!!!) sind vergangen von der ersten Meldung im Frühwarnsystem ProMED bis zu einer Fernsehansprache.



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   Nature Reviews Cardiology     Info - englisch - Ying-Ying Zheng - Springer Nature Limited   - s41569-020-0360-5 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   The Lancet Gastroenterology & Hepatology     Info - englisch - Elsevier Ltd   - PIIS2468-1253(20)30084-4 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   JAMA Ophthalmology     Info - englisch - Wu P et al   - 2764083 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   JAMA Neurology     Info - englisch - Bo Hu   - 2764549 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   JAMA Cardiology     Info - englisch - Bo Yang   - 2763524 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   Fachjournal Cell     Info - PDF 63 Seiten - englisch - Published by Elsevier Inc   - S0092-8674(20)30500-6 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   Fachjournal PNAS     Info - englisch - X. Zheng   - 2005615117 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   Science     Info - englisch - American Association for the Advancement of Science   - science.abc1669 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   The Lancet     Info - PDF 2 Seiten - englisch - Frank Ruschitzka   - 140-6736(20)30937-5 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   Thrombosis Research     Info - PDF 3 Seiten - englisch - Elsevier Ltd   - S0049-3848(20)30120-1 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   Fachjournal Kidney International     Info - PDF 10 Seiten - englisch - Li Q, Ying Yao   - S0085-2538(20)30255-6 Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   Journal of the American College of Cardiology     Info - englisch - Elsevier on behalf of the American College of Cardiology Foundation   - S0735109720352189?via%3Dihub Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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   Sonstige Literatur     Info - RKI   - Steckbrief Icon zur Kennzeichnung von externen Links
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